Schule unter Segeln |
Das Projekt 2003 im großen und ganzen ![]() Die "Gewalt" geht um an den Schulen in Deutschland, in Berlin. Gemeint ist dabei nicht nur der prügelnde Pennäler, sondern auch die strukturelle Gewalt der Institution Schule, in der die Lehrer den Schülern zu sagen pflegen: "Alles nur zu Deinem Besten!" Am Ende stößt die Schule neben Schwund preußische Untertanen, aufgeklärte Demokraten die Wählen gehen und mündige Bürger die Steuern zahlen, hervor. Eine andere Schule ganz besonderer Art will das Projekt "Schule unter Segeln" bieten, dass sich als ein Projekt der Erlebnispädagogik, einer Teildisziplin der Erziehungswissenschaft, versteht. Kaum eine andere wissenschaftliche Richtung wird derzeit so dynamisch durch die enge Verflechtung und projektorientierte Kooperation zwischen Vertretern aus diversen Praxisfeldern und multidisziplinären Wissenschaftsbereichen geprägt, wie das derzeit in der Erlebnispädagogik zu beobachten ist. So gesehen wird die Erlebnispädagogik durch ihr dialektisches Theorie-Praxis-Verhältnis wesentlich bestimmt: auf der Suche nach neuen, erzieherisch tragfähigen und wirksamen Handlungsmöglichkeiten bereichert sie die Diskussion sowohl als eine wissenschaftliche Praxis als auch als praktische Wissenschaft. "Schule unter Segeln" versteht sich als eine Schule ohne Zensurengebung in der Unterricht nicht im Dreiviertelstundentakt betrieben wird. Und den "Schülern" stehen keine Lehrer gegenüber, die sich für geborene Menschenfreunde halten und doch nur Erziehungsbeamte auf Lebenszeit sind, sondern "Lehrer" im Sinne Paulo Freires, die zugleich Politiker und Künstler sind. Träger der Veranstaltungen, die 2003 unter der Schwerpunkt-Flagge antirassistischer und interkultureller Pädagogik segeln, ist der Verein Philosophischer Salon e.V., Berlin, der die Abteilung "Schule unter Segeln" beheimatet. Projektverantwortliche sind Dr. Horst-Udo Schneyder (Sylt) und Dipl./M.A. Stefan Pribnow (Berlin). Zeit und Ort des Projekts "Schule unter Segeln": Auf den Gewässern in und um Berlin sowie auf der Ostsee sollen von Anfang Mai bis Ende September die Segelyachten der Projekts "Schule unter Segeln" kreuzen. Dabei soll sich das Angebot überwiegend an die Zielgruppe der Schüler und Studenten (von den Grund- und Hauptschulen bis zu den Hochschulen) richten. Geplant sind Tages- und Wochenendveranstaltungen (meist von Freitag bis Sonntag) aber auch einwöchige oder 14tägige Segeltörns. An Bord der Segelyachten werden sowohl gut ausgebildete und erfahrene Segler wie auch Pädagogen sein. Jede Tour richtet sich an Gruppen mit einer Teilnehmerzahl von bis zu 15 Personen, die von einer fünfköpfigen Crew "betreut" werden. Heimathafen ist die Bootswerft von Fritz Rietz in Werder am Zernsee, die mit der Regionalbahn von Berlin Zoo in einer Dreiviertelstunde leicht und bequem zu erreichen ist. Die Touren auf der Ostsee starten in den jeweiligen Liegehäfen. Die genauen Termine bzw. den exakten Zeitplan werden wir im Herbst/Winter 2002 erarbeiten. Ahoi
|