Schule unter Segeln
Philosophischer Salon e.V.


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Wir brauchen Ihre Unterstützung


SY Lausbub in einem dänischen Hafen

Sehr geehrte Damen und Herren,

für das Projekt "Schule unter Segeln" unseres eingetragenen und gemeinnützigen Vereins Philosophischer Salon e.V. erbitten wir ihre Unterstützung.
Zweck und Aufgaben unseres Vereins sind allgemein die Förderung des demokratischen Staatswesens, insbesondere die Förderung der Wissenschaft und Forschung, der politischen Bildung, der Wissenschafts- und Gesellschaftskritik. Zu diesen Zwecken gibt der Verein eigene Publikationen heraus, führt wissenschaftliche Veranstaltungen und Forschungsvorhaben sowie Veranstaltungen zur Förderung des kulturellen Lebens allgemein zugänglich durch. Unser Verein dient damit der Förderung der demokratischen Erziehung und der Volksbildung. Mehr erfahren Sie unter www.philosophischersalon.de im Internet.

In diesem Rahmen entfalten wir vielfältigste Aktivitäten, zu denen ein neues Vorhaben gekommen ist. Dieses Projekt trägt den Titel "Schule unter Segeln" und ist im Bereich der Erlebnispädagogik, die sich als eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft versteht, angesiedelt. Kaum eine andere wissenschaftliche Richtung wird derzeit so dynamisch durch die enge Verflechtung und projektorientierte Kooperation zwischen Vertretern aus diversen Praxisfeldern und multidisziplinären Wissenschaftsbereichen geprägt, wie das derzeit in der Erlebnispädagogik zu beobachten ist. So gesehen wird die Erlebnispädagogik durch ihr dialektisches Theorie-Praxis-Verhältnis wesentlich bestimmt, auf der Suche nach neuen, erzieherisch tragfähigen und wirksamen Handlungsmöglichkeiten bereichert sie die Diskussion sowohl als eine wissenschaftliche Praxis als auch als praktische Wissenschaft.

"Schule unter Segeln" versteht sich dabei als eine Schule außerhalb der klassischen Schulmauern, ohne Zensurengebung, in der Unterricht nicht im Dreiviertelstundentakt betrieben wird. Und den "Schülern" stehen keine Lehrer frontal gegenüber, die sich für geborene Menschenfreunde halten und doch nur Erziehungsbeamte auf Lebenszeit sind, sondern "Lehrer", die neben fachlicher Qualifikation auch Politiker und Künstler zugleich sind. Anders gesagt: Die jeweiligen Teilnehmer werden auf unseren Schiffen europäische Häfen (von Irland bis Finnland) anlaufen. Je nach Hafen und Revier befassen sich die Teilnehmer mit der Politik und Kultur der Region. Auf einem Törn auf die britischen Inseln beispielsweise würden Englischlehrer die Landessprache vermitteln. Der Sozial- und Gemeinschaftskundelehrer nimmt das politische und kulturelle Leben Großbritanniens als Top-Thema. Der Erdkunde- und Biologielehrer hat als zentrales Thema immer das, welches er und seine Schüler selbst in Augenschein nehmen können, Meeresbiologie und Umweltpädagogik gehen Hand in Hand. Unsere "Schule unter Segeln" vermittelt den Lehrinhalt also nicht nur trocken mit der Nase im Buch, sondern echt authentisch, erfahrbar, nachprüfbar, erlebbar vor Ort. Die Lehrform ist dabei dem Thema und den Gegebenheiten, der Situation vor Ort auf vortrefflichste angepasst.

Unsere "Schule unter Segeln" richtet sich allgemein junge Leute, die etwas Neues lernen wollen oder das zu Erlernende anders lernen wollen, und ergänzt so die Staatsschule als eine alternative Schule. Es können aber auch klassische Schul- bzw. Klassenfahrten auf dem Wasser stattfinden, fernab der üblichen Asphalt- und Städtereisen. Unsere "Schule unter Segeln" richtet sich aber auch an Jugendliche und junge Erwachsene, die keiner Beschäftigung nachgehen und/oder Schule, Ausbildung etc. abgebrochen haben und/oder arbeitslos sind und/oder aus (negativen) Cliquen aussteigen wollen und/oder sozial isoliert sind und/oder verschuldet bzw. überschuldet sind und/oder Bewährungsauflagen zu erfüllen haben und/oder Drogen missbrauchen und/oder Opfer von Gewalt und/oder Straßenkinder aus Berlin sind, um nur ein paar Beispiele zu geben. Das Alter dieser Jugendlichen liegt dabei im großen und ganzen zwischen 14 und 18 bzw. 21 Jahren.

Für diese "Schule unter Segeln" stehen u.a. der Jugendkutter "Sophie Scholl" und die Segelyacht "Lausbub" zur Verfügung. Weitere Schiffe werden je nach Bedarf gechartert. Der Erwerb eines Großseglers befindet sich in Planung.

An den einzelnen Touren können Gruppen von 20 bis 30 Personen teilnehmen. Wir bieten dabei erlebnispädagogische Maßnahmen an, die sich derzeit über eine Woche bzw. zwei, drei oder vier Wochen erstrecken. Als Revier befahren wir derzeit die Nord- und Ostsee sowie die Binnengewässer in Norddeutschland sowie in und um Berlin. Das Mittelmeer soll als europäisches Revier hinzukommen.

Die Maßnahmen richten sich momentan insbesondere an jungen Menschen, Jugendliche und Studenten aus Berlin und Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, da Sassnitz auf Rügen der Heimathafen der "Sophie Scholl" ist. An Bord der Schiffe fährt selbstverständlich eine seemännische Crew mit. Als Betreuer arbeiten neben Studenten der Erziehungs- und Unterrichtswissenschaften erfahrene Pädagogen und Sozialarbeiter. Hierbei arbeiten wir in Kooperation eng mit dem Unternehmen Sassnitz e.V. und der Freien Universität Berlin zusammen.

Wollen Sie dieses, unser Projekt unterstützen, dann melden Sie sich bei uns.

Ahoi